Hallo FCK-Fans,
wie bereits berichtet, hatten wir zum Montags-Spiel in Fürth zu einer Motto-Fahrt nach dem Leitsatz „Ohne Urlaub wär’n wir heut´ nicht hier“ aufgerufen. Möglichst viele Auswärtsfahrer sollten genau das anziehen, was sie anhätten, würden sie nicht die Arbeit liegen lassen und für den Fußball durch die Republik reisen.
Zunächst einmal sei angemerkt, dass wir sehr stolz darauf sind, über 1000 Lautrer in Fürth vorgefunden zu haben. Die Strapazen, die ihr für diesen Trip auf euch genommen habt – ob ihr nun zum x-ten Male bei eurem genervten Chef um Urlaub betteln musstet, die ganze Vorwoche Überstunden gemacht habt um diese dann Montags abzubauen oder den peinlichen Gang zum Arzt wegen einer Lappalie angetreten habt – zeigt uns allen, wie wichtig uns Fans der Stadionbesuch und das aktive Unterstützen der Mannschaft ist!
Dass aber genau diese Unterstützung an Tagen wie an diesem Montag für jeden einzelnen Stadionbesucher einen enormen, für große Teile der Anhängerschaft nicht zu stemmenden, Kraftakt darstellt, wollten wir in Fürth endlich einmal unterstreichen und neben Spruchbändern und beispielsweise dem seit Jahren hängenden „We don’t like Mondays“- Banner ein weiteres Ausrufezeichen setzen.
Dass dieses Anliegen aufgegangen ist liegt vor Allem daran, dass ihr hervorragend mitgezogen und euch teils kreativ, teils ehrlich in eurer oder anderer Arbeitskleidung präsentiert habt. Vielen Dank dafür!
So gab es unter den Auswärtsfahrern vom Bauarbeiter, über den Hausmeister, den Bademeister, den Bodyguard bis hin zum Schlipsträger nahezu alles zu sehen, sodass der Gästeblock vor Spielbeginn ein passendes Bild zum Motto-Spruchband „Ohne Urlaub wär’n wir heut nicht hier“ abgab.
Zum Einlaufen der Teams wurde das Spruchband dann von der Ergänzung „Volles Rohr für Lautern!“ abgelöst, welches von Hunderten, von der GL verteilten, rot-weißen Fähnchen untermalt wurde.
Zu Spielbeginn stimmte dann auch der ganze Block lautstark in sämtliche Protestgesänge ein. Ob „Ohne Urlaub wär’n wir heut‘ nicht hier!“, „Danke für die Anstoßzeit“ oder „Scheiß DSF“ – die TV-Sender werden ihre Mühe gehabt haben, unseren Unmut gänzlich zu überspielen.
Zu diesem Zeitpunkt hatten wir das Stadion für den Laien „fest im Griff“, wer genauer hingesehen hat, wird bemerkt haben, dass der Stimmungskern der Gegenseite schlicht nicht anwesend war: die Fürther hatten ebenfalls zum Protest gegen die Anstoßzeiten aufgerufen und blieben die ersten Minuten des Spiels komplett draußen, im und vor dem Block hingen entsprechende Protestspruchbänder, von welchen in Zusammenarbeit mit KKvZ Kaiserslautern ein passendes „12:30 Uhr? Ohne uns!“ auch den Weg vor den Sitzplatzbereich des Gästeblocks fand. Auch im Laufe der Begegnung zeigten die Fürther weitere Spruchbänder und wir freuen uns, dass sie ihren Protest durchaus als gelungen bezeichnen können.
Allein das Spieltagsmotto und laute, teils wütende Gesänge, waren auf Lauterer Seite jedoch auch noch nicht alles. Während und nach der Halbzeit präsentierten die FCK-Fans zusätzlich zu den Kein Kick vor Zwei! Kaiserslautern – Bannern das große „Für fanfreundliche Anstoßzeiten – stoppt den TV-Irrsinn!“- Banner welches normalerweise bei Heimspielen vor unserer Südtribüne hängt.
Nach dem Spiel wurde ein weiteres Mal lautstark Wort ergriffen und zwischen dem Freudentaumel über den Auswärtssieg stimmte ein geschlossen auftretender Gästeblock Mal um Mal Protestrufe an, welche durch das ganze Rund hallten. Die Fürther blieben ihrerseits ebenfalls mit dem gleichen Anliegen noch auf ihrem Platz in der Kurve, was die beiden Fangruppen zu guter Letzt noch einen Wechselgesang ermöglichte, der unmöglich an den Protagonisten, die zeitgleich ihre Interviews führten, vorbeigehen konnte.
Insgesamt kann man also von einem gelungenen Protesttag sprechen – man hat gesehen, dass das Gros der FCK-Fans gewillt ist, gegen Montagsspiele und die geplanten Anstoßzeiten mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln vorzugehen. Dass wir nach Nürnberg nun auch mit den Fürthern in dieser Sache gemeinsam Wort ergriffen haben, ist Beweis dafür, dass wir mit einem Problem zu kämpfen haben, das alle Fußballfans in ganz Deutschland etwas angeht.
In Diesem Zusammenhang möchten wir nochmal darauf aufrufen, die vereinsübergreifende Initiative „Kein Kick vor Zwei!“ zu unterstützen. Denn nur gemeinsam können wir etwas erreichen.
Wir Lautrer werden für dieses Ziel auch in Zukunft unseren Teil beitragen. Beim kommenden Heimspiel gegen FSV Frankfurt werden wieder Infostände vor den Tribünen aufgebaut, an denen ihr nochmal die Möglichkeit haben werdet, der DFL eine Postkarte zu schicken.
Auch sind um das Spiel herum wieder Aktionen geplant, nähere Informationen lassen wir euch in Kürze zukommen.
Hier geht’s zu den Bildern vom Fürth-Spiel.
Kein Kick vor Zwei! Kaiserslautern
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