Vor nun fast 2 Wochen veröffentlichte Kein Kick vor Zwei! Kaiserslautern einen offenen Brief an die DFL, in welchem wir den DFL-Mitarbeitern mit der Terminierung der Spieltage 27-32 unter die Arme greifen wollten. (Hier geht’s zur Meldung)
Von der DFL selbst warten wir zwar immernoch auf eine Antwort, aber in der Zwischenzeit gab es einigen Lesestoff, den wir euch gerne zusammenfassen wollen.
In den Printmedien waren wir in einigen Tageszeitungen bei den Kurznews zu finden, für die Rheinpfalz berichtete Oliver Sperk recht ausführlich in der Wochenend-Kolumne und bescheinigte den FCK-Fans, mit ihrem Offenen Brief “offen Flagge zu zeigen”.
Auch im Internet waren die Meldungen über den Brief kaum zu übersehen.
Der SWR berichtete in den Kurznews ebenso wie das Portal von Sport1.
“FCK-Anhänger wehren sich gegen Wochentagsspiele” titelte auch das Magazin für Fußballkultur 11Freunde.de. Noch einen Tick ausführlicher wurden die Meldungen auf Stadionwelt.de und beim BVB-Fanzine schwatzgelb.de, welche den Brief als “neue, kreative Form des Protests” bezeichnete.
Wir bedanken uns für den Zuspruch aus der ganzen Republik und warten gespannt auf eine Reaktion aus Frankfurt. Der Ball liegt bei ihnen.
Kein Kick vor Zwei! Kaiserslautern
Zum Montagsspiel auf St.Pauli kündigte die Fanszene vom Kiez einen 20-minütigen Stimmungsboykott an, um gegen die Anstoßzeiten zu protestieren. Die Anhänger des FCK waren zu einem Boykott gespaltener Meinung, sodass man sich darauf einigte den Boykott der Heimfans mit Respekt zu würdigen und die ersten 20 Minuten des Spiels neben der Unterstützung der Mannschaft verstärkt dazu zu nutzen, sich erneut lautstark gegen Spiele unter der Woche zu positionieren.
Allein durch ein enormes Presseecho - unter anderem wurde im Vorbericht des DSF zum Spiel darauf eingegangen - war der Stimmungsboykott der Paulianer schon vor dem Spiel ein voller Erfolg. Während dem Spiel schallten durch ein größtenteils stilles Stadion immer wieder Sprechchöre gegen Sportsender und DFL, welche vor allem als Wechselgesänge zwischen Gästeblock und Heimkurve auch im TV nicht zu überhören waren.
Wir bedanken uns beim Team von “Der Betze Brennt” für die Fotos, welche die optische Untermalung der Protestaktion dokumentieren:

Um die Deutsche Fußball Liga GmbH (DFL) bei ihrer schwierigen und anspruchsvollen Aufgabe der Spieltagsterminierung zu entlasten und den Fans dieses mal die Möglichkeit zu geben ihre Anreise und Wochenendgestaltung längerfristig zu planen, haben Fans des 1.FC Kaiserslautern die bisher noch nicht terminierten Spiele des FCK für die Spieltage 27 bis 32 terminlich festgelegt.
„Bei der Terminierung der kommenden FCK-Spiele haben wir die Interessen der Stadiongänger in den Fokus unserer Überlegungen gestellt“ äußert Tim Wiedemann, einer der Mitinitiatoren von „Kein Kick vor Zwei – Kaiserslautern“. „Natürlich haben wir aber auch die zahlreichen weiteren relevanten Einflussfaktoren wie beispielsweise Sicherheitsaspekte, Volksfeste sowie die Vermeidung einer Doppelnutzung von Stadien beachtet“.
Wichtig ist es den FCK-Fans, dass die Bedürfnisse der hart für ihr Eintrittsgeld arbeitenden Fußballfans in Zukunft wieder mehr Beachtung finden. „Immer wieder hat die DFL betont, dass die 2. Bundesliga in Deutschland die wirtschaftlich, infrastrukturell und qualitativ führende 2. Liga Europas sei“, beschreibt einer der Mitstreiter für „Kein Kick vor Zwei – Kaiserslautern“. Beim stadionbesuchenden Fußballfan wird immer öfter der Eindruck erweckt, dass die 2. Liga zu einer reinen „Fernsehliga“ entwickelt werden soll.
Dabei orientieren sich die Terminierungen der Spiele offensichtlich nur noch an den Interessen der TV-Sender. Christoph Schneller fordert von der DFL: „Die Anliegen und Belange der Fußballfans, die diesen Sport leben und lieben, müssen wieder Berücksichtigung finden: damit Fußballfans wieder als wichtiger Bestandteil des Sports angesehen werden,“ Ferner findet Tim Wiedemann: „Erst die Fans im Stadion verleihen durch ihre gelebten Emotionen und ihre Leidenschaft dem geliebten Spiel erst die Atmosphäre, die einen großen Teil der Faszination Fußball ausmacht.“ Genau diese Fans haben nun die DFL bei der Arbeit unterstützt und Entscheidungen hinsichtlich der Spieltagsterminierung gefällt, die sonst von Wirtschaftsfachleuten der DFL gefällt werden.
Die Anhänger des FCK freuen sich nun auf die anstehenden Partien an Sonntagen. Sebastian Schwerdt berichtet: „8 der ersten 21 Spielansetzungen an einem Montag waren eine große Herausforderung für die FCK-Fans. Für ein Auswärtsspiel an einem Montag müssen oftmals 2 Urlaubstage genommen werden und somit ist eine Anreise für viele Fans gar nicht mehr möglich. Daher wäre es endlich an der Zeit, dass die DFL eine maximale Anzahl an Montagsspielen einführt, z.B. 5 pro Verein. Auch eine längerfristige fixe Terminierung, möglichst zu Beginn von Hin- und Rückrunde wäre erstrebenswert und sollte v.a. in der 2. und 3. Liga durchführbar sein.“
Über die Entscheidung der Fans im Bezug auf die Spieltagsterminierung wurde die DFL in einem offenen Brief informiert, den ihr hier einsehen könnt.
Doch die FCK Fans wollen sich nicht auf ihrer Terminierung – auf welche es viele positive Resonanz aus den anderen Fanszenen gab – ausruhen und haben schon das nächste Ziel zur Unterstützung der DFL ins Auge gefasst:
So wird momentan auch eine Rücknahme der aus Fansicht nicht hinnehmbaren Anstoßzeitenreform ab kommender Saison geprüft, sowie eine sofortige Abschaffung der Relegationsspiele um den Auf-/Abstieg aus den Ligen 1, 2 und 3. Axel Adam dazu: „34 Spieltage haben eine so große Aussagekraft über die sportliche Leistung der jeweiligen Mannschaften, wo auch die Chance besteht, dass sich Ungerechtigkeiten wieder ausgleichen. Die 2 Relegationsspiele um Auf- und Abstieg hingegen sind nur eine nette Belustigung für den neutralen TV Zuschauer und eine Geldvermehrungsmaschinerie für die DFL. Fans und kleinere Vereine können durch diese brutalen Duelle um den verdienten Lohn ihrer ganze Saison, wenn nicht sogar um einmalige Chancen in ihrer Vereinsgeschichte gebracht werden.“
Die Aktion „Kein Kick vor Zwei – Kaiserslautern“ wurde als Reaktion auf die im Sommer 2008 von der DFL veröffentlichen Reformpläne der Spieltagsansetzungen ins Leben gerufen, mit welchen die schon seit längerer Zeit problematischen Zustände bezüglich der Anstoßzeiten in der 2. Liga noch größer werden. Während der gesamten Hinrunde gab es Protestaktionen gegen diese Reformpläne und die damit verbundene weitere Zurückdrängung der Fans aus dem Stadion. U.a. wurde im Zuge dieses Thema sogar auf der Jahreshauptversammlung des 1. FC Kaiserslautern in einem Antrag behandelt. Leider ließ sich die DFL nicht von den massiven Fanprotesten in ganz Deutschland in ihrer Entscheidungsfindung beeinflussen und unterschrieb Ende November die Verträge, welche die Spieltage in der 1. und 2. Fußballbundesliga ab der kommenden Saison 2009/2010 weiter zerstückeln und den Fans in Liga 2 Anstoßzeiten von z.B. Samstags um 13.30 Uhr bescheren.
Downloads im pdf-Format:
-Offener Brief in voller Länge
-Offizielle Pressemitteilung
Infos zu allen Aktionen gibt es hier auf www.keinkickvorzwei-kl.de oder unter anstosszeiten@hotmail.de, bzw über das Kontakt-Formular.
Kein Kick vor Zwei! Kaiserslautern
Zum ersten Auswärtsspiel in 2009 schickte uns die DFL an einem Montagabend nach Nürnberg. Knapp über 1500 Lauterer Unentwegte fanden bei lausigem Wetter den Weg in’s Max-Morlock-Stadion und gaben gemeinsam mit den Club-Anhängern ihre Meinung über diesen Trip kund.
Wie immer vielen Dank an das Team von “Der-Betze-Brennt” für die Fotos!

"Wir müssen damit leben!" (in der Heimkurve)
Nachdem die DFL Ende November 2008 die Verträge mit den neuen Anstoßzeiten für die kommenden Spielzeiten unterzeichnet hatte, war die Reaktion von uns und vielen anderen Fans, die versucht hatten diese irrsinnigen und fanfeindlichen Pläne zu stoppen, geprägt von Wut und Entsetzen!
In der Winterpause überlegten wir uns nun, inwiefern es noch Sinn macht, weiter zu protestieren und was man denn jetzt überhaupt noch erreichen könne. Wirklich kreativ waren wir dabei nicht, denn durch die unterschriebenen Verträge, in welchen es um dreistellige Millionenbeträge geht, sind vorerst all unsere Hoffnungen auf fangerechtere Anstoßzeiten geplatzt und es ist doch sehr illusionär, sich durch weitere Proteste auszurechnen, noch mal was an den geplanten Zeiten oder Verträgen ändern zu können.
Doch mitten in unsere Bestandsaufnahme und Überlegungen platzte mal wieder die DFL mit ihren Festlegungen der Spieltage 21-22. Ob man nun wütend sein sollte, mit dem Kick auf St. Pauli nun schon sein 8. Montagsspiel in der laufenden Saison auszutragen, oder doch eher verärgert war, dass schon wieder nur 2 weitere Spieltage terminiert wurden, sei mal offen gelassen – dennoch wurde klar deutlich, dass die Missstände in Sachen Spieltagsterminierungen für uns Fans noch weit über die neuen Anstoßzeiten ab kommender Saison hinausgehen!
Und genau da wollen wir auch kurzfristig weiter ansetzen: Es muss endlich eine Obergrenze für Montagsspiele eingeführt werden und darüber hinaus muss die fixe Terminierung der Spieltage viel früher erfolgen. Zwar kennen wir auch die vielen Kriterien, die in die fixe Terminierung mit einfließen, dennoch vertreten wir hier ganz klar die Meinung, dass die DFL – wenn sie nur ein wenig Willen zeigen würde – zumindest für die Liga 2, die von fanunfreundlichen Anstoßzeiten hauptsächlich betroffen ist, eine bessere Lösung erarbeiten könnte!
Wie ihr also seht, geben wir weiterhin nicht auf und verfolgen unser Ziel, als Fan und Stadionbesucher endlich wieder weniger Problemen, statt immer mehr ausgesetzt zu sein, weiter.
Dabei ist es aber auch weiterhin wichtig, dass wir eine größtmögliche Basis bilden, und dazu brauchen wir euch, eure Ideen, Anregungen und Meinungen!
Also lasst auch eure Köpfe qualmen, macht euch Gedanken und teilt uns diese per E-Mail (anstosszeiten@hotmail.de) oder über’s Kontakt-Formular mit!
Kein Kick vor Zwei! Kaiserslautern